Bahnhölle

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Och Mann, Deutsche Bahn, also wirklich! Ich hab jetzt echt keine Böcke mehr auf euch. Jeden Tag Verspätungen, durch die ich meinen Anschlussbus verpasse und schlecht gelaunt zur Arbeit und wieder Heim komme. Briefe, Anrufe etc. haben bislang nicht gefruchtet und ich werde immer gefrusteter!

Ich fahre seit etwas über einem Jahr mit Bus und Bahn von meinem Wohnort Ottweiler zu meiner Arbeitsstelle in St. Wendel. Für diese Strecke nutze ich eine Monatskarte.
Mit dem Auto ist man in ca. 12 Minuten auf der Arbeit, mit dem ÖPNV komme ich regulär für eine einfache Strecke auf 45 min bis zu 1 Stunde Fahrzeit. Das ist für mein wertes Empfinden schön übelst lang.
Die Gründe hierfür sind einerseits eine schlechte Abstimmung von Bus und Bahn, zusätzlich fährt in den Schulferien der Bus in Richtung meiner Arbeitsstelle nicht. Übrigens fährt dieser Bus auch sonst nicht direkt bis vor die Arbeitstür, wäre ja auch für ein Industriegebiet mit mehreren tausend Arbeitnehmern wirklich zu viel verlangt.
Mir bleibt in den Ferien und auf dem Heimweg (denn da passt der Busfahrplan so überhaupt nicht auf die Zugtaktung) also nichts anderes übrig, als 20 bis 25 Minuten zu meiner Arbeitsstelle zu laufen. Was bei Wind und Wetter natürlich sehr angenehm ist. Im Winter darf man sich dann noch in St. Wendel mit nicht geräumten Gehwegen und Glatteis rumärgern.

Auf dem Heimweg ergeht es mir oft nicht besser:
Da verpasse ich öfter meinen Anschlussbus in Ottweiler, weil der Regionalexpress aus Frankfurt kaum nach Fahrplan fährt. Es reichen bereits 7 Minuten Verspätung aus, damit ich kurz vor dem Nervenzusammenbruch stehe, denn ich habe dann die Wahl, eine Stunde auf den nächsten Bus zu warten, was in dem Dorf, in dem ich wohne, ziemlich langweilig werden kann oder ich wähle einen 45-minütigen Fussmarsch. Meine Notlösung ist ein Betteln bei Bekannten, Verwandten, damit sie mich heimkutschieren. Ich glaube, deren Bereitschaft ist auch so langsam erschöpft.

Addiert man also noch die Verspätungen der Bahn dazu, bin ich manchmal über 2,5 h täglich damit beschäftigt, irgendwie auf die Arbeit oder nach Hause zu kommen.
Das ist ja wohl ein Witz!

Kann man hier nicht gleich den Fahrplan anpassen, wenn man weiß, dass man die Zeiten sowieso nicht einhalten kann?

Eine Entschädigung steht mir laut Bahn übrigens erst ab einer Stunde Verspätung zu. Noch einmal: wir reden hier von einer Strecke von ca. 10 km!!!!!

Ich bin ja durchaus für nachhaltiges Pendeln zu erwärmen, aber ich kann leider keine positive Werbung mehr für Bus und Bahn machen…

Derzeit suche ich eine Mitfahrgelegenheit, um diesem Irrsinn zu entkommen!

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